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Volksdorf: Kinder von Fremden angesprochen

Mehrere auffällige Vorfälle in Volksdorf und Ohlstedt gemeldet

Volksdorf – Am Wochenende (25./26. April 2026) kam es auf dem Flohmarkt der Schule Eulenkrugstraße zu einer auffälligen Begegnung: Ein Mann zeigte ungewöhnliches Interesse an Kinderkleidung für Kleinkinder und fragte gezielt nach ungewaschener Kleidung für Mädchen. Der Vorfall wurde an eine Kita sowie an die Polizei gemeldet, eine Personenbeschreibung liegt vor.

Am Sonntag (26. April) gegen 14:20 Uhr wurde zudem ein Kind im Bereich Foßredder nahe dem Volksdorfer Wald von einem unbekannten Mann angesprochen und zum Einsteigen in ein dunkles Fahrzeug aufgefordert. Das Kind entfernte sich und brachte sich in Sicherheit, der Mann verließ den Ort. Auch dieser Vorfall wurde der Polizei gemeldet.

Aus Ohlstedt wurden in jüngerer Zeit zwei ähnliche Situationen im Umfeld einer Schule gemeldet, bei denen Kinder aus einem Fahrzeug heraus angesprochen wurden.

Nach Angaben der Polizei häufen sich derzeit Hinweise auf vergleichbare Ansprachen im Raum Ohlstedt/Volksdorf.

Seid bitte wachsam und sprecht mit euren Kindern. 

Verhaltenstipps

Für jüngere Kinder (ca. 4–7 Jahre)

  • Klare Regel: Niemals mit Fremden mitgehen oder ins Auto steigen – egal was gesagt wird.
  • „Stopp & Weg“-Reaktion üben: Laut „Nein!“ oder „Ich kenne dich nicht!“ sagen und sofort weggehen.
  • Zu sicheren Orten gehen: In ein Geschäft, zu anderen Familien, auf belebte Plätze.
  • Haustür-Trick (einfach & effektiv): An einer fremden Haustür klingeln und so tun, als würde man dort wohnen („Mama!“ rufen) – das schreckt viele ab.
  • Hilfe holen: Andere Erwachsene gezielt ansprechen („Sie mit der roten Jacke, bitte helfen Sie mir!“).

Für Grundschulkinder (ca. 7–10 Jahre)

  • Keine Gespräche mit Fremden vertiefen: Auch nicht bei scheinbar harmlosen Fragen („Wo wohnst du?“).
  • Keine Hilfeleistungen für Fremde: Kein „Welpen suchen“, nichts zeigen, nichts tragen helfen.
  • Distanz halten: Mindestens ein paar Meter Abstand zu Autos oder fremden Personen.
  • Strategisch reagieren: In Gruppen gehen, wenn möglich
  • Straßenseite wechseln
  • In bekannte Häuser/Geschäfte flüchten
  • Notfallstrategie merken: Namen der Eltern nicht preisgeben, keine Infos über Wohnort oder Alltag.

Für ältere Kinder (ca. 10+ Jahre)

  • Situationen einschätzen lernen: „Komisches Gefühl“ ernst nehmen und sofort handeln.
  • Selbstbewusst auftreten: Klare, laute Ansagen („Lassen Sie mich in Ruhe!“).
  • Beobachten statt einlassen: Kennzeichen, Aussehen merken – aber nur aus sicherer Distanz.
  • Handy nutzen: Eltern anrufen oder Notruf wählen, wenn nötig.
  • Freunde einbeziehen: Wege gemeinsam planen, aufeinander achten.

Für alle Kinder wichtig

  • Gefühl zählt: Wenn sich etwas „komisch“ anfühlt, ist Weggehen immer richtig.
  • Keine Angst vor „Unhöflichkeit“: Sicherheit geht vor Höflichkeit.
  • Lieber einmal zu viel Hilfe holen als einmal zu wenig.

Ergänzend für Eltern

  • Solche Szenarien spielerisch üben (Rollenspiele helfen enorm).
  • Konkrete Handlungsoptionen geben, nicht nur Verbot.
  • Codewort vereinbaren für Abholsituationen.
  • Kinder stärken, laut und auffällig zu reagieren.

Für Rückfragen oder weitere Informationen

Polizeikommissariat 35
Wentzelplatz 1, 22391 Hamburg

040 / 428653510

 

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